Das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung ist mit etwa 500 Teilzeitschülern der größte Bereich in der Berufsschule. Die klassischen Berufe, wie die Industriekaufleute oder die Bürokaufleute, haben in den vergangenen Jahren Schülerzahlen verloren. Dafür haben sich in Forchheim zwei neue Ausbildungsberufe etabliert: Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufmann für Dialogmarketing.
Derzeit werden in Forchheim folgende Berufe ausgebildet:
- Bankkauffrau/-kaufmann
- Bürokauffrau/-kaufmann
- Industriekaufmann
- Kauffrau/-mann im Einzelhandel
- Kauffrau/-mann für Bürokommunikation
- Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufmann für Dialogmarketing
- Medizinische Fachangestellte
Ansprechpartner
Hans Niedermaier Helmut Gruber
Herren in Anzug und Krawatte, Damen in schicken Kostümen…
An welche Berufsgruppe denken Sie hier am ehesten? Richtig: Bankkaufleute!
Wer kommunikativ ist, verkäuferisches Geschick beweist und Freude am Umgang mit Menschen hat, für den ist die Ausbildung zur/m Bankkauffrau/mann das Richtige!
Im Rahmen der Ausbildung vermitteln wir, das Banklehrerteam am BSZFO, den Auszubildenden der regionalen Banken die fachtheoretischen Grundlagen des Bankgeschäfts und ergänzen damit die praktische Ausbildung der jungen „Banker“. Egal ob Kontoeröffnung für einen Minderjährigen, Finanzierung eines Einfamilienhauses, Besteuerung von Zinserträgen oder die Auswertung von Firmenbilanzen. An praxisnahen Beispielen erarbeiten wir im Unterricht die wesentlichen Kenntnisse, die für Bankkaufleute bei der Umsetzung im Kundenkontakt bedeutsam sind. Problemlösendes Handeln und Kundenorientierung stehen dabei im Vordergrund.
In regelmäßigen Exkursionen blicken wir über den Tellerrand hinaus und verschaffen uns direkt vor Ort einen Eindruck von der Praxis.
Durch den engen Kontakt zu den Ausbildern stimmen wir die Ausbildung in der Berufsschule auf die Bedürfnisse der Banken ab und profitieren zugleich vom gegenseitigen Austausch. Auch von unserer Kooperation mit der Börse Stuttgart profitieren unserer Bankauszubildenden. Informationsmaterial erhalten Sie hier.
Der Unterricht findet im Teilzeitunterricht statt. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit (3 Jahre) ist aufgrund der Vorbildung (Mittlere Reife, Abitur) auf 2,5 Jahre und bei überdurchschnittlichen Leistungen auf 2 Jahre möglich.
Ausbildung und Studium in Einem? Kein Problem! Informieren Sie sich bei unseren Ausbildungsbetrieben über die verschiedenen Möglichkeiten des dualen Studiums. Wir unterstützen Sie gerne!
Noch Fragen? Als Ansprechpartnerin für die Ausbildung der Bankkaufleute steht Ihnen Frau Janine Düthorn (j.duethorn(at)bszfo.de) gerne zur Verfügung!
Aufträge abwickeln, Terminkalender führen, Briefe und Rechnungen erstellen, Zahlungsvorgänge überwachen, Reklamationen bearbeiten, Transporte organisieren, Personalakten verwalten, Statistiken aufbereiten – fundiert ausgebildete Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Organisation der notwendigen Arbeitsabläufe im Büro stets reibungslos funktioniert.
Dabei geht im Büroalltag nichts ohne den Einsatz moderner Kommunikationstechniken.

Kaufleute für Bürokommunikation beherrschen den Umgang mit Telefonanlagen, Computernetzwerken und Faxgeräten. Sie sind fit in der Erstellung, Archivierung und Verteilung von Texten und Tabellen und wissen Telefongespräche verständlich und problemadäquat zu führen und auszuwerten.
Bürokaufleute sind besonders vertraut mit den Methoden des Rechnungswesens. Sie sind in der Lage den Anforderungen der Buchführung und der Kostenrechnung gerecht zu werden und die notwendigen Arbeiten der Personalverwaltung sachkundig zu erledigen.
Beiden Berufsfeldern liegt eine dreijährige Ausbildung zugrunde, die bei entsprechender Qualifikation bzw. Vorbildung verkürzt werden kann.
In der kaufmännischen Grundstufe (Jahrgangsstufe 10) werden die Auszubildenden zunächst mit wesentlichen einzel- und gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen vertraut gemacht. Sie erlernen grundlegende Fertigkeiten der Buchführung und des Wirtschaftsrechnens und erwerben im Rahmen von berufsbezogener Projektarbeit die für ihren beruflichen Alltag erforderliche Methodenkompetenz.
| Pflichtunterricht Kaufmännische Grundstufe | |
| Jahrgang 10 | |
| Allgemein bildender Unterricht | |
| Religionslehre | 1 |
| Deutsch | 1 |
| Sozialkunde | 1 |
| Fachlicher Unterricht | |
| Englisch | 1 |
| Allgemeine Wirtschaftslehre | 2 |
| Grundlagen der Buchführung und des Wirtschaftsrechnens | 2 |
| Berufsbezogene Projektarbeit | 1 |
Aufbauend auf der kaufmännischen Grundstufe wird den Auszubildenden in der Fachstufe (Jahrgangsstufe 11 und 12) die erforderliche Handlungskompetenz für ihre berufliche Tätigkeit vermittelt.
Im Ausbildungsgang Kaufmann/-frau für Bürokommunikation liegen die Schwerpunkte im Bereich Sekretariats- und Assistenzaufgaben.
| Pflichtunterricht Kaufleute für Bürokommunikation | ||
| Jahrgang 11 | Jahrgang 12 | |
| Allgemein bildender Unterricht | ||
| Religionslehre | 1 | 1 |
| Deutsch | 1 | 1 |
| Sozialkunde | 1 | 1 |
| Sport | - | 1 |
| Fachlicher Unterricht | ||
| Englisch | 1 | 1 |
| Auftragsbearbeitung | 3 | 2 |
| Kommunikation und Organisation | 2 | 3 |
| Finanz- und Rechnungswesen | - | 1 |
| Informationsverarbeitung | 4 | 2 |
Der Ausbildungsgang Bürokaufmann/-frau stellt die Sachbearbeitung im Personal- und Rechnungswesen in den Vordergrund.
| Pflichtunterricht Bürokaufleute | ||
| Jahrgang 11 | Jahrgang 12 | |
| Allgemein bildender Unterricht | ||
| Religionslehre | 1 | 1 |
| Deutsch | 1 | 1 |
| Sozialkunde | 1 | 1 |
| Sport | - | 1 |
| Fachlicher Unterricht | ||
| Englisch | 1 | 1 |
| Personalwirtschaft | 1 | 1 |
| Auftragsbearbeitung | 3 | 2 |
| Organisation | - | 2 |
| Finanz- und Rechnungswesen | 3 | 2 |
| Informationsverarbeitung | 2 | 1 |
Werner Schiller
Dialogmarketing – zwei neue Berufe – branchenübergreifend.
Im Jahr 2006 wurde eine neue Ausbildungsrichtung ins Leben gerufen: Dialogmarketing. Damit sind zwei Berufe entstanden, die stufenweise aufeinander aufbauen:
Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufmann für Dialogmarketing.
Die Servicefachkraft schließt nach dem zweiten Ausbildungsjahr ab, der Kaufmann geht nach einem weiteren Jahr in die Abschlussprüfung.
Die Berufsschule in Forchheim ist eine Schule der ersten Stunde, bereits im September 2006 öffnete sie für die Auszubildenden dieser neuen Ausbildungsrichtung ihre Pforten. Kurz zuvor war die Forchheimer Berufsschule als Sprengelschule für die drei fränkischen Regierungsbezirke bestimmt worden.
Im Block- und Teilzeitunterricht werden seither die Auszubildenden unterrichtet. Die Klassenzimmer befinden sich überwiegend in den Räumen der alten Elektroabteilung. Das fachliche Kernstück der Dialogmarketing-Abteilung sind die beiden Call-Center-Räume, die mit Multifunktionstischen, Computern und Head-Sets ausgestattet sind.
Bei Bedarf finden hier auch die mündlichen Abschlussprüfungen der IHK für Ober-, Mittel- und Unterfranken statt.
Die beiden neuen Berufe sind brancheübergreifend, das heißt, sie erschöpfen sich keineswegs im bloßen Telefonieren mit Kunden. Längst nutzen beispielsweise Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Telekommunikation die Vorzüge eines professionellen Call-Centers. Für die Auszubildenden eröffnet diese Tatsachen breite Chancen: In nahezu allen Branchen sind sie einsetzbar.
Hans Niedermaier
Fachbetreuer
Am BSZ Forchheim werden sowohl Verkäuferinnen und Verkäufer als auch Kaufleute im Einzelhandel unterrichtet.
Zu den wichtigsten Aufgaben im Einzelhandel zählen der Verkauf sowie die vor- und nachgelagerten Arbeiten in selbstbedienungs- und beratungsorientierten Betrieben. Dazu gehören z.B. die Warenannahme und –lagerung, sämtliche Tätigkeiten im Kassenbereich, die Verkaufsförderung, die Bestandspflege und Inventur. Neben diesen Aufgaben können die Tätigkeitsfelder der Einzelhandelskaufleute auch in den Bereichen Warenwirtschaft, Rechnungswesen, Personalwirtschaft oder Marketing liegen.
Die Ausbildung dauert für Verkäufer 2 Jahre und für Kaufleute im Einzelhandel 3 Jahre. Eine Verkürzung aufgrund der Vorbildung (mittlere Reife/ Abitur) bzw. guter Leistung ist möglich.
Wer zuerst eine Ausbildung als Verkäufer absolviert, kann nach einem weiteren Jahr die Prüfung zum Kaufmann im Einzelhandel ablegen. Die Abschlussprüfung besteht jeweils aus einem schriftlichen und mündlichen Teil.
Um die Auszubildenden darauf vorzubereiten, ist der Lehrplan im fachlichen Unterricht in Lernfelder aufgeteilt, die wiederum Fächern zugeordnet sind. In der 10. und 11. Jahrgangsstufe ist die Stundentafel für Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel identisch.
| Klasse | Fach | Wo-Std. | Lernfeld |
| 10 | Kundenorientiertes Verkaufen (KoV) | 3 | Verkaufsgespräche kundenorientiert führenWaren verkaufswirksam präsentieren |
| Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (KSK) | 2 | Kunden im Servicebereich Kasse betreuen | |
| Einzelhandels-prozesse (EP) | 6 | Das Einzelhandelsunternehmen präsentierenWerben und den Verkauf fördernWaren beschaffenWaren annehmen, lagern und pflegen | |
| 11 | KoV | 2 | besondere Verkaufssituationen bewältigen |
| KSK | 1 | Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren | |
| EHP | 2 | Preispolitische Maßnahmen planen und durchführenMit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden | |
| 12 | KSK | 3 | Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern |
| EHP | 2 | Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führenEin Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln |
Daneben wird auch allgemeinbildender Unterricht (Deutsch, Sozialkunde, Englisch und Religion) in allen drei Jahrgangsstufen erteilt.
Der Unterricht findet jeweils in Teilzeit statt:
| Jahrgangsstufe | Wochenstunden | Berufsschultage |
| 10 | 15 | 1,5 |
| 11 | 9 | 1 |
| 12 | 9 | 1 |
Berufsbeschreibung und Einsatzmöglichkeiten
Medizinische Fachangestellte assistieren Ärzten und Ärztinnen bei der Untersuchung, Behandlung, Betreuung und Beratung von Patienten und übernehmen sämtliche Büro- und Verwaltungsarbeiten, einschließlich der Abrechnung.
Beschäftigungsmöglichkeiten finden Medizinische Fachangestellte in Arztpraxen aller Fachgebiete sowie in Krankenhäusern und anderen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Auch bei ambulanten Pflegediensten bieten sich Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus können Medizinische Fachangestellte in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen, medizinischen Laboren oder Forschungsabteilungen von Pharmafirmen tätig sein.
Die Ausbildung im Überblick
Medizinische Fachangestellte bzw. Medizinischer Fachangestellter ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Die Berufsausbildung dauert i. d. R. drei Jahre. Sie findet „dual“ statt, d. h. in der Praxis und in der Berufsschule. Voraussetzung ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), der bei der Bayerischen Landesärztekammer einzureichen ist.
Der Unterricht in der Berufsschule vermittelt die theoretischen Grundlagen des Ausbildungsberufes; die praktische Umsetzung und Anwendung des Gelernten finden durch die tätige Mitarbeit in der Arztpraxis statt.
In der 10. Jahrgangsstufe werden die Schüler/innen 1 ½ Tage (13 Unterrichtstunden) in der Woche beschult. In den 11. und 12. Klassen findet der Unterricht an einem Tag (9 Unterrichtsstunden) in der Woche statt.
Für alle Schüler/innen besteht die Chance, bei guten schulischen und praktischen Leistungen die Abschlussprüfung vorzeitig abzulegen und damit die Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen.
Ausbildungsinhalte der Berufsschule
- Im Beruf und Gesundheitswesen orientieren
- Patienten empfangen und begleiten
- Praxishygiene und Schutz vor Infektionskrankheiten organisieren
- Bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates assistieren
- Zwischenfällen vorbeugen und in Notfallsituationen Hilfe leisten
- Waren beschaffen und verwalten
- Praxisabläufe im Team organisieren
- Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankungen des Urogenitalsystems begleiten
- Patienten bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der Erkrankungen des Verdauungssystems begleiten
- Patienten bei kleinen chirurgischen Behandlungen und bei der Versorgung von Wunden begleiten Patienten bei der Prävention begleiten
- Berufliche Perspektiven entwickeln
Text Industrie
